Hundesport
Hundesport macht Spaß - sowohl Mensch und Hund :) aber welche Sportart für welches Mensch-Hund Team geeignet ist, muss man selbst herausfinden.
Sicher ist: Die Arbeit mit dem Hund fördert die Bindung!
Hier werden einige Sport- und Beschäftigungsarten vorgestellt - sinnvoll ist es, sich die in Frage kommenden Sportarten "live" anzusehen (Training oder Turnier) um einen besseren Einblick zu bekommen.
Border Collies eigenen sich - sofern sie gesundheitlich dazu in der Lage sind - für sämtliche Sportarten.
Sheepdogtrials
Dies ist die "eigentliche" Arbeit des Border Collies. In verschiedenen Leistungsklassen muss der Hund eine gewisse Anzahl von Schafen über einen Pacours treiben, aussortieren und "einpferchen". Ein Border Collie Besitzer sollte sich wenigstens einmal ein Trial ansehen!!!
Wer Spaß daran findet, sollte sich mit einem
Hüteleistungszüchter in Verbindung setzen. Dieser kann sicherlich
Trainingsadressen vermitteln und/oder bei der Ausbildung weiterhelfen.
Begleithundeprüfungen
Fast alle Hundeschulen bieten eine solche Prüfung an. Man kann schon mit dem Welpen trainieren (nicht zu viel verlangen!). Erlernt und geprüft werden: Bei-Fuß-gehen mit und ohne Leine (Leinenführigkeit); Sitz und Platz aus der Bewegung; Bleib Übung, durch eine Menschengruppe gehen und das Verhalten des Hundes im Straßenverkehr.
Nach erfolgreichem Abschluss der Prüfung erhalt der Hund eine Leistungsurkunde. Sie ist die "Eintrittskarte" für andere Hundesportarten.
Agility
Ein Pacours soll mit bis zu 20 verschiendenen Hindernissen möglichst fehlerfrei bewältigt werden. Der schnellste Hund mit den wenigsten Fehlern gewinnt. Turniere werden in verschiedenen Klassen (A0 - A3) abgehalten. Erst wenn der Hund eine gewisse Punktzahl in der Klasse erreicht hat, steigt er in die nächste Klasse auf.
Der Pacours umfasst: Hochsprunghürden (angepasst der Größe des Hundes), Mauer, Weitsprung, Reifensprung, Sacktunnel, Röhrentunnel, Slalom, Tisch, Wippe, A-Wand und Laufsteg.
Viele Hundeschulen bieten Schnupperstunden im Agility an.
Hierfür eignet sich der Border Collie besonders gut. Seine Schnelligkeit und Wendigkeit kommt voll zum Einsatz. Wichtig ist, das der Hund VOR dem intensiven Training auf HD geröngt wird, bzw. ist.
Obedience
Diese Hundesportart ist in Deutschland noch relativ jung. Kurz gesagt ist Obedience die "Hohe Schule der Unterordnung". Zu den Übungen gehören gekonntes Bei-Fuß-Gehen mit und ohne Leine (Leinenführigkeit), Vorrausschicken, Sitz-Platz-Steh aus der Bewegung, Nasenarbeit, Apportieren, einen Hürdensprung und Distanzkontrolle.
Machen Sie sich z.B. auf einem Turnier selber ein Bild von dieser Sportart - Sie werden begeistert sein! Auch Hunde, die eine leichte HD haben, können diesen Sport ausüben.
Auch hier werden verschiedenen Klassen eingestuft (siehe Agility).
Turnierhundesport/Breitensport
Hierzu gehören Vierkampf, Hindernislauf und Geländelauf. Auch hier sollte der Hund vor dem intensiven Training auf HD geröngt werden.
Der Vierkampf besteht aus einem Gehorsamsteil (ähnlich der Begleithundeprüfung), der Hindernislauf aus einem Hürdenlauf (drei Hürden in gerader Linie), einem Slalomlauf (ähnlich einem Skislalom) und anderen div. Hindernissen.
Beim Geländelauf wird mit dem angeleinten Hund eine Laufstrecke von 2000 m - oder 5000 m zurückgelegt.
Gearbeitet wird im Team, d.h. Hund und Herrchen/Frauchen müssen gemeinsam das Ziel erreichen!
Fährten
Der Hund folgt mit der Nase am Boden einer menschlichen Trittspur. Auf dieser Spur liegen diverse Gegenstände, die der Hund anzeigen soll. Je nach Prüfungsklasse werden unterschiedlich schwierige Fährten gelegt.
Flyball
Dies ist eine (Hunde)Mannschaftssportart: Zwei Mannschaften mit jeweils 4 Hunden treten auf parallelen Bahnen gegeneinander an. Pro Bahn sind 4 Hürden aufgestellt und am Ende steht eine Flyball-Maschine. Der Hund muss mit der Pfote eine Taste "drücken" und den dann ausgeworfenen Ball fangen und wieder über die Bahn zurückapportieren. Sobald er "seine" Mannschaft erreicht hat, ist der nächste Hund an der Reihe. Die schnellere Mannschaft mit den wenigsten Fehlern gewinnt.
Vielseitigkeitsport (Schutzhundesport)
Hier lernt der Hund die "Mann-Arbeit". Zu den Schutzhundeprüfungen gehört ein Gehorsamsteil, Fährtenarbeit und das Suchen, Stellen und Abführen eines "Scheintäters".
Dogdancing
Zu einer ausgewählten Musik wird mit dem Hund eine Choreographie eingeübt. Wichtig ist eine gekonnte Fußarbeit und das einüben verschiedener "Tricks". Mittlerweile gibt es viele Bücher zum Thema Dogdancing. Die Schwierigkeit einer Choreographie kann man selber entscheiden.
Rettungshundearbeit
Beim Deutschen Roten Kreuz, Technisches Hilfswerk oder Arbeiter-Samariter-Bund kann man sich über diese Arbeit informieren. Die Ausbildung ist sehr zeitintensiv.
Reitbegleithund
Manche Border Collies eignen sich weniger hierfür - der Hütetrieb kann hinderlich sein. Wichtig ist, das bereits der junge Hund an Pferde herangeführt wird und ihm das Hüten dieser Tiere strikt verboten wird. Manche Reitschulen bieten eine Ausbildung hierfür an.
Frisbee
Viele Border Collies finden an der Flugscheibe Spaß. Es ist ein Hochleistungssport und darf nicht übertrieben werden. Gefährliche Sprünge und unebene Untergründe sollten nach Möglichkeit vermieden werden. Es gibt auch hierüber diverse Bücher.
Wandern/Laufen am Rad/Joggen
Junge Hunde sollten noch nicht zu früh an langen Wanderungen oder Fahrradtouren teilnehmen. Die Kondition langsam steigern! Es gibt diverses Zusatzmaterial für den Hund (Joggerleine, Hunde-Fahrradanhänger).
Zirkustricks
Eine nette Beschäftigung bei z.B. schlechtem Wetter. "Tot stellen", "Rolle", "Pfötchen geben", Rückwärtsgehen" etc. gehören dazu. Der eigenen Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Ausstellen
Für Zuchthunde ist das Ausstellen ein Muss.
Der Hund wird in einem "Showring" (abgestecktes Viereck) vor einem Richter präsentiert. Hier gibt es auch verschiedene Klassen (je nach Alter, Titel, oder Leistungsurkunde). Die Zahl der Hunde in der jeweiligen Klasse kommt auf die Meldezahl an.
Der Richter bewertet den Hund nach dem Rassestandart. Der Hund muss sich im Stand und im Lauf präsentieren, abtasten lassen und sich ins Maul schauen lassen (evtl. Gebissfehler). Am Ende werden Plätze 1 - 4 vergeben und jeder ausgestellte Hund bekommt eine Richter-Bewertung.
